Virtual Reality: Einsatzpotenziale auf Messen

Bianca Schillinger
Von Bianca Schillinger am 24.10.2019 10:21:21
So vielfältig kann Virtual Reality am Messestand eingesetzt werden

Mit Fallbeispielen der Deutschen Bahn, der HUK-COBURG und IAV

Interview • Lesezeit: 3 Min.

So vielfältig ist Virtual Reality: Große Produkte und komplexe Technik können anhand von 3D-Animationen auf dem Messestand betrachtet werden, potenzielle Bewerber erleben einen Arbeitstag hautnah und Messebesucher werden zu Torwarten. Die Deutsche Bahn, IAV und HUK-COBURG geben Einblicke und Tipps zu VR am Messestand.

Komplexe Technik verständlich erklärt: IAV gibt Einblicke

VR-Messestand-IAV

 


Messestandflächen sind teuer und sehr begrenzt. Für einige Branchen war es darum bisher schwierig, ihre Produkte und Dienstleistungen anschaulich und interessant zu erklären. Denn ein Bus, ein Motor oder ein Flugzeug passen eben nicht einfach so auf den Messestand. Martin Mitteldorf von IAV, einem der weltweit führenden Engineering-Dienstleister, gibt Einblicke in die Virtual-Reality-Strategie des Unternehmens.

Wofür wird VR genutzt? Mithilfe der Animationen geben wir unseren Kunden und den Messebesuchern detaillierte technische Einblicke in unsere Projekte. So können wir ganz einfach zeigen, wie unsere Technik funktioniert und erhöhen zudem den Erlebnisfaktor. Dank Virtual Reality nehmen Messebesucher an unserem Stand auch komplexe Lösungen genau unter die Lupe. Durch die Möglichkeit, Entwicklungen im virtuellen Raum zu skalieren, in mehreren Ebenen zu schneiden oder zu bewegen, können sich unsere Besucher vor Ort außerdem noch detaillierter mit unseren Experten austauschen. Firmenintern nutzen wir die Technik für virtuelle, vernetzte Entwicklung, an der wir konsequent arbeiten. Denn im Rahmen der voranschreitenden Digitalisierung werden unsere Kunden künftig eine prototypenarme bzw. prototypenfreie Entwicklung erwarten, die eine flexible, kostengünstige, schnelle und kollaborative Arbeit über Standort- und Ländergrenzen hinweg ermöglicht.

Können Sie den Einsatz von VR am Messestand empfehlen? Ja, sehr. Alle machen ja mittlerweile interaktive Aktionen an ihren Messeständen, aber Virtual Reality sieht man noch sehr selten. Darum zieht es die Leute an, ist ein echter Eyecatcher und eine super Möglichkeit für uns, Aufmerksamkeit für unseren Messeauftritt zu generieren. Außerdem ist es ein toller Gesprächseinstieg.

Tipps für Aussteller: Der erhöhte Aufwand (Story-Konzeption, technische Umsetzung, Erstinvestition) ist nicht zu unterschätzen, aber er lohnt sich! Wichtig zu wissen ist außerdem, dass man eine möglichst quadratische Mindestfläche zur Verfügung haben muss: Mindestens sollten das 6m² sein, aber 8m² sind ideal. Dabei müssen unbedingt Laufwege beachtet werden: Die VR-Fläche muss komplett frei sein! Ein weiterer Tipp: Setzen Sie auf moderne, möglichst mobile technische Lösungen. Wir hatten anfangs noch einen großen Hochleistungs-Rechner mit auf dem Messestand. Der muss erst mal zur Messe geschafft und aufgebaut werden. Ein ziemliches Aufgebot an Technik, das wir da hatten. Jetzt nutzen wir einen Hochleistungs-Laptop, das ist schon sehr viel überschaubarer.

 

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HUK-COBURG: Gamification für Brand Awareness

 

VR-Messestand-HUK

 

Gamification ist in aller Munde: Gemeint sind (digitale) Spiele, die in eigentlich fachfremden Kontexten zum Einsatz kommen. Ein Beispiel bietet die HUK-COBURG, an deren Messestand sich der Besucher in einen Torwart verwandeln kann. Wieso Gamification eine vielversprechender Einsatzbereich von Virtual Reality ist, erklärt uns Erik Eichhorn von der HUK-COBURG.

Wofür wird VR genutzt? Unser großer Messestand mit integrierter VR-Anwendung dient hauptsächlich der Stärkung unserer Marke. Die Messe ist eine gute Plattform, um mit Interessenten in Kontakt zu kommen und sich ins Gedächtnis zu rufen. Unsere VR-Animation soll daher hauptsächlich Spaß machen: Der Besucher steht im Handball-Tor der HUK Arena des HSC Coburg und muss die Bälle, die reinkommen, mit dem Schild der HUK abwehren. Der große Bildschirm und die Vorrichtung mit der VR-Brille ziehen die Besucher an und es bilden sich regelmäßig Schlangen an unserem Messestand. Mit speziellen Schildern machen wir zusätzlich auf die Aktion aufmerksam.

Wer nutzt VR? Wir sind regional vor Ort mit 38 Außenstellen, knapp 700 selbständigen Kundendienstbüros und ca. 3000 nebenberuflichen Vertrauensleuten vertreten. Unsere Berater sind jedoch keine VR-Spezialisten. Aufgrund dessen setzen wir auf externe Unterstützung beim Einsatz von Virtual Reality auf der Messe. Unser Berater übernehmen die Gespräche und Beratungen und die Promoter kümmern sich um die Technik. Außerdem nutzen wir Virtual Reality auch für interne Veranstaltungen. Das gibt uns einen ganz neuen Blick und fördert die Verständigung zwischen den einzelnen Abteilungen.

Tipps für Aussteller: Je nachdem wie man aufgestellt ist, sollte man auf externe Unterstützung zurückgreifen. So haben die eigenen Vertriebler den Kopf und die Hände frei für Kundengespräche und die Betreuung der Besucher. Generell gilt: Man sollte sich der neuen Technik annehmen und sie ausprobieren. Immer Neugierig bleiben! Wenn man dann Virtual-Reality-Equipment angeschafft hat, darf es nicht im Schrank verstauben. Man sollte die Chance ergreifen und die Technik auch intern, unabhängig von Messen, benutzen. So kann man die Möglichkeiten, die sich durch VR eröffnen, voll und ganz ausnutzen!

 

Recruiting der Deutschen Bahn: 360°-Einblick in Arbeitswelten

VR-Messestand-DB

 

Virtual Reality ist besonders für den Recruiting-Bereich eine hervorragende Ergänzung zum Angebot am Messestand. Anstatt Ihren Bewerbern nur zu erzählen, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten, können Sie es zeigen! Interessenten können so direkt erleben, worauf es in bestimmten Jobs ankommt. Die Deutsche Bahn setzt schon seit 2013 auf die Möglichkeiten der virtuellen Realitäten im Recruiting. Sabrina Bazenet, Referentin Personalmarketing, gibt einen Überblick:

Wer nutzt VR? Unsere Recruiter nutzen die VR-Filme auf Recruitingmessen oder Events. Unsere Auswahl an DB-eigenen 360°-Filmen rufen wir über ein Content Management System auf den VR-Brillen ab. Die leichte Handhabung macht es möglich, dass das Standpersonal, also die Recruiter selbst, die Technik einsetzen können. Sie beraten zu den Filmen, sprechen mit den Besuchern. Denn es geht ja darum, direkt mit den Menschen in Kontakt zu kommen.

Wofür wir VR genutzt? Die primär angesprochene Zielgruppe besteht aus Schülern und Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium bei der Deutschen Bahn interessieren. Mithilfe der Virtual Reality Filme können wir zeigen, wie die Inhalte einzelner Jobs unseres breiten Ausbildungsangebots aussehen können. Diese Arbeitsfelder können die Messebesucher hautnah erleben und sich so ein Bild davon machen, welcher Job sie interessieren könnte. Dafür nutzen wir 360°-Filmaufnahmen, die den potenziellen Bewerber direkt mitten ins Geschehen versetzen: Egal ob er in der Montagehalle einen ICE von unten sieht, von einem Baustellen-Kran in die Tiefe blickt oder dem Gleisbauer bei seiner täglichen Arbeit zuschaut.

Tipps für Aussteller: Einblicke ins eigene Unternehmen zu gewähren, die Messebesuchern sonst verwehrt blieben sind der große Vorteil von VR-Anwendungen im Rahmen der Livekommunikation!

 

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